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„... weil jeder eine Familie braucht!“

Unter diesem Motto konnten drei Sozialkundekurse der Q11 einen Workshop von SOS-Kinderdorf besuchen. Geleitet von zwei Referentinnen überlegten die Schülerinnen und Schüler zuerst, was „Familie“ eigentlich bedeutet. Es fielen Begriffe wie „Geborgenheit“, „Zusammenhalt“ oder auch ganz einfach „Mama“. Ausgehend von dieser Begriffsbestimmung erarbeitet die Referentinnen verschiedene Ursachen dafür, dass eine Familie ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen kann und eine Fremdbetreuung notwendig wird. Die Möglichkeiten reichten von einer Suchtproblematik über körperliche oder psychische Beeinträchtigungen der Erziehungsberechtigten. Besonders anschaulich wurde dieser Aspekt durch die realen Beispiele, die die Referentinnen den Schülerinnen und Schülern erzählten. Anschließend ging es drum, welche Institutionen eine Fremdbetreuung in Deutschland übernehmen können. Als Beispiel wurde hier SOS Kinderdorf genannt. Zwei kurze Film über ein Kinderdorf und die Aufgaben einer SOS-Kinderdorfmutter bot einen kleinen Einblick in das Leben dort: Es gibt verschiedene Häuser, in denen jeweils eine Mutter oder ein Vater, unterstützt von zwei Erzieherinnen mit jeweils bis zu sechs Kindern zusammenleben. Zusätzlich können diese meist traumatisierten Kinder z.B. durch tiergestützte Pädagogik in ihrer emotionalen bzw. sozialen Entwicklung weiter gefördert werden. Werden die Kinder größer, können sie in eine betreute Wohngruppe umziehen, in die auch z.B. eine WG für unbegleitete Flüchtlinge integriert ist. „Mama ist da, wo man groß wird!“ so fasst es eines der betreuten Kinder im Film das Leben in dieser Ersatzfamilie zusammen. Im Anschluss an den Film ging die Referentin kurz auf die Rechte von Kindern ein und wie sie geschützt werden. Für die Oberstufenschülerinnen und -schüler wurden es am Ende noch einmal für sie persönlich interessant, denn die Referentin erläuterte verschiedene Berufsperspektiven im Bereich Pädagogik, Erziehung, aber auch Recht und Public Relations, die SOS-Kinderdorf Schulabsolventen bietet. So bekamen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Einblick in die „Ersatzfamilie“ im SOS-Kinderdorf, sondern vielleicht ein paar Anregungen für die eigene berufliche Zukunft.

Ursula Robl für die Fachschaft Sk