Bericht der Schülersprecherin

 

Mein Jahr als Schülersprecherin

von Ines Lingner, Q11

 

„Ich wünschte, ich könnte zurück in die Schule”, pflegten weise Menschen zu sagen, „aber das verstehst du erst, wenn du dann mal erwachsen bist”. Wahrscheinlich bin ich über die acht Wochen Homeschooling nicht viel erwachsener geworden, aber die Weisheit hinter dieser Aussage ist mir dann doch sehr viel nähergebracht worden als gedacht.

Trotz der Corona-Situation kann ich allerdings zufrieden auf das Schuljahr 2019/2020 zurückblicken. Ich hatte am Anfang dieses Jahres, durch die Wahl zur Schülersprecherin und Jahrgangsstufensprecherin, die Chance bekommen, mich für unsere Schulgemeinschaft einzubringen und eine Art Dolmetscher zwischen Schülern, Lehrern und Schulleitung zu sein. Dabei habe ich aber ganz schnell festgestellt, dass die Sprachen sich gar nicht so sehr voneinander unterscheiden wie gedacht. Zwar gab es einige Momente, die bei mir Bluthochdruck verursachten, da die Mischung aus Oberstufe + SMV nicht zu unterschätzen ist, aber die langen Wege zwischen Klassenzimmer, SMV-Zimmer und Lehrerzimmer haben dann doch einen großen Teil zu meiner Gesundheit beigetragen.

Zusätzlich konnte ich an der BAT (Bezirksaussprachetagung) teilnehmen, in der sich alle Schülersprecher der Oberpfalz trafen, sich austauschten und über die Anliegen ihrer Schüler mit einem Ministerialbeauftragten diskutierten sowie Anträge ans Kultusministerium stellten.

Ohne die SMV, die mich mit offenen Armen empfangen hat, die Lehrer, die unseren Enthusiasmus nicht gebremst, sondern gefördert haben und die Hilfsbereitschaft meiner Freunde und Mitschüler wäre das erste Halbjahr nicht ansatzweise so spannend geworden. Auch wenn die nächste Zeit wahrscheinlich noch chaotischer wird, werde ich mein Bestes geben, um sie uns so angenehm wie möglich zu gestalten. Sodass wir alle eines Tages zu den weisen Menschen gehören, die zurück in die Schule wollen.