Erasmus+ Austausch Programm mit dem Herman Ottó Gymnasium

 

Austauschwoche in Miskolc/Ungarn vom 13. -19.05.201

 

Am Sonntag, den 13.05.2018, geht es für 14 Neutraublinger Schülerinnen und Schüler aus den 10. Klassen mit dem Zug nach Ungarn. Nach zwei Umstiegen in Wien und Budapest sowie 50 Minuten Verspätung erreichen sie am Abend den Hauptbahnhof Miskolc Tiszai, wo ihre ungarischen Austauschpartner bereits freudig auf sie warten.

Nach der ersten Nacht bei den Familien werden sie vom Schulleiter Herrn Madarász Péter und der Deutschlehrerin Frau Maria Várhegyi herzlich in der Schule empfangen und besuchen eine Chemie und Biologie Stunde. Nach einem Mittagessen in der Schulmensa zeigen ihre Austauschpartner den Neutraublingern Schülern die Stadt Miskolc. Vom Aussichtsturm auf dem Berg Avas kann man über die gesamte Stadt blicken. In der Freizeit am Nachmittag gehen einige Schüler mit ihren Austauschpartnern ins Höhlenbad nach Tapolca oder zur Burg in Diósgyör.

Am nächsten Tag steht der Besuch der berühmten zum UNESCO Weltnaturerbe zählenden Baradla Höhle im Aggtelek Nationalpark an der Grenze zur Slowakei an. Nach einer einstündigen Busfahrt bekommt die Gruppe eine zweistündige ungarische Führung auf einem 2,5 km langen Teilstück der insgesamt 25 km langen Tropfsteinhöhle. In Jósvafö überprüfen dann die Schüler das Wasser des Baches auf Trinkwasserqualität und entdecken dabei viele kleine Flußbewohner. Im nahegelegenen Stall können die für diese Gegend typischen Hucul Pferde gestreichelt werden. Zum Abschluss des Tages besucht die Gruppe das größte Buch der Welt in Szinpetri.

Höhepunkt des Austausches ist die Fahrt in die malerisch an der Donau liegende ungarische Hauptstadt Budapest am Mittwoch. Dort besichtigen die Schüler die schönsten Orte der Stadt: Das Stadtwäldchen und den angrenzenden Heldenplatz sowie das Budaer Burgviertel mit dem Burgpalast, der Matthiaskirche und der Fischerbastei. Über die berühmte Kettenbrücke geht es dann zum Parlament, das die Schüler nach einer Sicherheitskontrolle in einer 45-minütigen Führung erklärt bekommen.

An Tag fünf bringt die kleine Waldbahn die Gruppe von Miskolc in das 8 Kilometer entfernte Lillafűred am Fuße des Bükk Gebirge Nationalparks, wo sie zuerst die um das berühmte Palasthotel gebauten Hängegärten samt Wasserfall und See besichtigen. Danach besuchen sie das als Museum eingerichtete Sommerhaus von Herman Ottó, der als bedeutender Naturforscher Namensgeber für das Gymnasium in Miskolc ist. Mit dem Sessellift fahren die Schüler in das Bükk-Gebirge, um dort spazieren zu gehen. Bei einsetzendem Regen geht es die ein Kilometer lange Strecke des Sessellifts wieder hinunter.

Eine Abrundung der Woche in Ungarn bilden am Freitag die Projektarbeit in der Schule, in der Artikel geschrieben und Präsentationen erstellt werden, und der Abschlussabend mit ungarischen Volkstänzen und selbst gebackenen Süßigkeiten, bevor es am Samstag in der Früh wieder Richtung Heimat geht. Ein Wiedersehen gibt es dann beim Gegenbesuch der ungarischen Schüler in Neutraubling vom 17. – 22. Juni.

 

Jule Koller, Andrea Brandmüller (10a)

 

 

 

Austauschwoche in Neutraubling vom 17.-22. Juni

Am Sonntag, den 17. Juni, kamen unsere ungarischen Austauschpartner um 7:20 Uhr mit dem Bus in Regensburg an. Den Rest des Tages verbrachten sie in ihren Gastfamilien, mit denen sie beispielsweise die Walhalla besuchten.


Am ersten Schultag wurden unsere Austauschpartner und wir vom Schulleiter Herr Dr. Singer begrüßt und nahmen nach einem Rundgang durch die Schule mehr oder weniger erfolgreich am Unterricht teil. Anschließend empfing uns Herr Kiechle, der Bürgermeister von Neutraubling im Sitzungssaal des Rathauses.

Nach einem gemeinsamen Essen in der Schulmensa fuhren wir nach Regensburg. Dort zeigten wir unseren Austauschpartnern die Legionsmauer, das alte Rathaus, den Dom und die Porta Praetoria. An der historischen Wurstkuchl im Schatten der Steinernen Brücke warteten wir auf unser Schiff, mit dem wir die Strudelrundfahrt machten.

Am Dienstag begann unser langer Ausflug mit der Busfahrt nach München. Zuerst hatten wir eine Stadtführung zum Thema „München sagenhaft“, die pünktlich zum Glockenspiel auf dem Marienplatz endete. Danach hatten wir zwei Stunden Mittagspause, die wir zum Essen oder Shoppen nutzten. Am Nachmittag besuchten wir den Schlossgarten in Nymphenburg, von wo wir anschließend wieder nach Regensburg aufbrachen. Jedoch war der Tag noch lange nicht zu Ende. Um 19:30 Uhr fing die Oper Don Giovanni an, die wir um 23:00 Uhr mit einer Nackenstarre aufgrund der hoch angebrachten Untertitel wieder verließen.


Der Mittwoch führte uns in die bayerische Wildnis, wo wir nach einer langen Wanderung zum Thema Wolf eine Wolfsfütterung beobachten durften. Nach unserer Mittagspause gingen wir hoch über den Wipfeln des Bayerischen Waldes auf dem Baumwipfelpfad. Mutige durften unter anderem auf einer Hängematte im Boden einer Plattform, die sich in 40 Meter Höhe befand, liegen.

Auch am Donnerstag fuhren wir in Richtung Bayerischer Wald nach Bodenmais. Dort brachte uns der Sessellift auf die Mittelstation des Silberberges. Bergführer Sem – stimmt schon mit e – führte uns durch das Silberbergwerk. Mit unseren gelben Helmen und blauen Mänteln fühlten wir uns ein bisschen wie Harry Potter und Bob der Baumeister. So schlängelten wir uns durch die engen und niedrigen Gänge des ehemaligen Bergwerks. Bei einer konstanten Temperatur von 4-5 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 98% im Berginneren freuten wir uns, unsere Mittagspause anschließend in der Sonne verbringen zu dürfen. Nach einer kurzen Gipfelbesteigung ging es entweder per Sommerrodelbahn oder zu Fuß wieder hinunter ins Tal. Abschluss des Ausflugs bildete der Besuch bei der Glasbläserei Joska, bei der wir selbst Kugeln oder Herzen herstellen durften.

Am Freitag war dann auch schon der letzte Tag, an dem wir dann Projektarbeit machten – hier entstand unter anderem dieser Artikel. Am Nachmittag verabschiedeten wir unsere Austauschpartner mit einem Buffet.

Insgesamt war die Woche zwar anstrengend, aber sehr schön – und wer weiß, vielleicht sehen wir uns einmal wieder.

Amélie Assmayr, Andrea Brandmüller, Jule Koller

 

 

Am Freitag, den 21.12.2018 endet der Unterricht bereits um 11:15 Uhr nach Kurzstunden!
Die Busse fahren im Anschluss.